Biographie

Biographie


Am 13 August 1984 um punkt 3:34Uhr erblickte ein 48cm kleines, 2650Gramm schweres, schreiendes Etwas das Licht der Welt. Ich. Im Bad Godesberger Waldkrankenhaus gaben meine Eltern mir den Namen Sören: Sören Vogelsang

Und so nahm meine Geschichte Ihren Lauf…

Mit dreieinhalb Jahren auf einer Almhütte in Österreich das erste Mal sturzbetrunken, weil eine Bedienung unter „Dunkelbier“ „Schwarzbier“ verstand , mit 6 Jahren eingeschult, weil ich mit 5 noch zu verspielt war und mit 19 dann, im Mai 2004 mit einem ziemlich miesen Durchschnitt, gerade so das Abitur bestanden.

Nicht gerade die 0815-Traumkarriere.

Meine Hauptbeschäftigung war schon damals in der Schule die Schauspielerei und wenn mich einer nach meinen Leistungskursen fragte, habe ich stets als erstes mit „Theater-AG“ geantwortet. Schon in der Grundschule, war ich immer derjenige, der an den Festivitäten die Gedichte vortragen musste.

Mit 12 Jahren erwischte mich dann der Karneval, klar, wuchs ich doch im karnevalistischen Rheinland auf und ich studierte meine erste Büttenrede ein. Damit kam ich so weit, dass ich zwei Mal hintereinander den ersten Preis des Wettbewerbes „Jugend in der Bütt“ von Der Rheinzeitung und RPR1 abräumte und mit 15 sogar mal in Sat 1 zu sehen war, als „Nachwuchsstar in der Bütt“.

Während meines Abiturs entdeckte ich dann das Liverollenspiel als Hobby und fortan war ich, so oft ich Zeit hatte und es mir leisten konnte, mit Freunden auf LARP-Veranstaltungen. Natürlich mit denselben Leuten, mit denen ich schon jahrelang DSA (Das schwarze Auge) gespielt habe. Auf meinem allerersten Liverollenspiel unterhielt ein Barde einen ganzen Abend lang die Taverne mit seinen Geschichten und Liedern. Davon war ich so beeindruckt, das ich mir sagte: „Das ich will ich auch!“ und so wurde aus dem Waldläufer Ranarion, Ranarion der Barde. Also nahm ich mit 18 Jahren das aller erste Mal in meinem Leben ein Instrument in die Hand und fing an zu üben. Bis dato habe ich weder sonderlich gerade gesungen (Kommentare wie: „Sören halts Maul, du kannst pfeifen, aber nicht singen“ waren an der Tagesordnung), noch in irgendeiner Form schon mal auf einem Instrument gespielt (nein, nicht mal auf einer Blockflöte).

Ich nahm also die alte Gitarre von meiner Mutter, die auf dem Dachboden verstaubte (die Gitarre, nicht die Mutter) und machte mich daran mir selber einige Akkorde beizubringen. Nur ein Jahr später, war ich selbst es, der mit seiner Gitarre einen ganzen Abend lang eine Liverollenspieltaverne unterhielt. Während dieser Zeit war ich außerhalb des Liverollenspiels bei der Bundeswehr und leistete meinen Wehrdienst ab. Als einziger Gitarre spielender Soldat in meinem Grundwehrdienst kam es des Öfteren Abends auf dem Gang zu spontanem Lagerfeuerfeeling.

Etwa ein Jahr danach bewarb ich mich bei zwei Schauspielschulen. Mein erstes vorsprechen, in Berlin, am E.T.I. (Europäischen Theaterinstitut),war sofort erfolgreich und ich beschloss zum zweiten Vorsprechen in Mainz gar nicht erst zu erscheinen und in Berlin zu bleiben. Die nächsten drei Jahre machte ich meine Ausbildung zum staatlich geprüften Schauspieler. Im letzten Jahr meines Studiums, ausgerechnet zum ungünstigsten Zeitpunkt, dem Zeitpunkt des Abschlussstückes, traf ich, wiederum auf einem Liverollenspielevent, die Band Adivarius. Das Schicksal nahm seinen Lauf, und nur einen Monat später spielte ich bei der Band im Proberaum vor. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir in der Liverollenspielszene als "der Bade Ranarion" schon einen gewissen Namen gemacht und war auch schon auf einigen mittelalterlichen Märkten unterwegs gewesen.

Die nun folgenden zwei Jahre waren geprägt von vielen, vielen Auftritten mit Adivarius in ganz Europa und von meinem Improvisationstheater „Die Gimmicks“ bei denen ich ebenfalls, zwei Monate nach der Aufnahme bei Adivarius, erfolgreich vorspielte. Seitdem dreht sich mein Leben nur noch ums Musik machen und Theaterspielen.

2007, auf Europas größtem Liverollenspiel, dem Conquest of Mythodea, zu dem ich jedes Jahr seit 2006 offiziell eingeladen werde, traf ich auf einen kleinen kahlen Mann namens Martin Spieß, der seines Zeichens Autor ist und sehr viele selbstgeschriebene Lieder in Petto hatte. Wir verstanden uns auf Anhieb so gut (sowohl musikalisch als auch persönlich), dass wir den Rest des Rollenspieles nur noch gemeinsam auftraten. Ein Jahr später trafen wir uns erneut auf dem Conquest und beschlossen spontan zusammen eine CD aufzunehmen. Nach ewigem planen, verreisen und ungeplanten Krankenhausaufenthalten kam es dann endlich, eineinhalb Jahre später, im Februar 2010 auch dazu. Wir gaben dem lang geplanten Coup den Namen „Das Niveau“ und saßen endlich zusammen in Berlin im Studio „Tonevision“ um unser erstes gemeinsames Album, das „Lose Album“ aufzunehmen.

Seitdem bin ich Wochenende um Wochenende unterwegs. Entweder Solo, als „Der Barde Ranarion“, zu zweit, mit „Das Niveau“, oder auch zu fünft, mit der Band „Adivarius“. In der Woche wird geprobt und natürlich jeden Mittwoch fleißig weiter auf der Bühne des Ratibortheaters, zusammen mit den Gimmicks, Theater improvisiert.